dogTR®die Hundeschule

Nasenspass drinnen


Nasenspaß, Apportieren, Beschäftigung Indoor

Bericht:
Das Indoor-Nasenspaß-Seminar hielt reichliche theoretische Informationen und praktische Herausforderungen für die Teilnehmer bereit.

Für die Mensch-Hund-Teams galt es, Neues auszuprobieren, Altes zu festigen oder zu verbessern und vor allem Ideen und Anleitungen für die gemeinsame Arbeit mit dem Hund zu entdecken. Auch die Teilnehmer ohne Hund profitierten durch Zuhören und Beobachten; sie erhielten einen umfangreichen Einblick in die Nasenarbeit mit dem Hund, der eine selbstständige Umsetzung zu Hause möglich machte.

Das Seminar richtet sich nach den persönlichen Zielen der einzelnen Mensch-Hund-Teams. Dazu stellen Sie sich die Frage: Warum bin ich auf diesem Seminar? Welche Auswirkung erhoffe ich mir für das Zusammenleben mit meinem Hund?

Die Antworten sind meist folgende:

  • Neue Beschäftigungsmöglichkeiten für den Hund zu finden, da er sehr schnell lernt und neue Herausforderungen braucht
  • Der Jagdinstinkt des Hundes soll auf – für uns Menschen – angemessene Weise ausgelebt werden dürfen
  • Zeitprobleme oder schlechtes Wetter haben verkürzte Spaziergänge zur Folge und sollen durch intensive Beschäftigung zu Hause kompensiert werden

Indoor-Nasenspaß ist die Lösung!

Das Seminar beinhaltet:

  • Welche Möglichkeiten der Auslastung über die Nase bieten sich Indoor an?
  • Wie bewahre ich Suchgegenstände richtig auf?
  • Auf was muss ich achten, bevor ich mit dem Training beginne?
  • Wie soll der Hund mir anzeigen, dass er den Suchgegenstand gefunden hat?
  • Die Arbeit mit dem Klicker – Vorteile, Nachteile, Besonderheiten
  • Einführung in die Arbeit mit dem Klicker
  • Wie signalisiere ich dem Hund den Beginn einer Trainingseinheit?
  • Wie verknüpfe ich für den Hund einen Geruchs-/Suchgegenstand?
  • Wie kann und sollte ich die Schwierigkeitsgrade variieren?
  • Wie lange sollte eine Trainingseinheit dauern?
  • Auf was muss ich nach dem Training achten?
  • Mögliche auftretende Probleme beim Training und deren Lösung

Außerdem bietet das Seminar die Möglichkeit, Erlerntes sofort und unter Aufsicht des Trainers mit dem eigenen Hund umzusetzen. So können Fehlerquellen direkt erkannt und ausgebessert werden. Das Training mit dem Hund kann somit zu Hause richtig fortgesetzt und schnelle Erfolge erzielt werden.

Welche Möglichkeiten der Auslastung über die Nase bieten sich Indoor an?

  • Die Suche nach bestimmten Gegenständen, wie beispielsweise eine Wäscheklammer, ein Stück Leder, Filz oder etc.
  • Hier erhält der Hund keinen vergleichenden Riechgegenstand (wie beim Mantrailing), sondern er sucht den versteckten Gegenstand aufgrund eines verknüpften Namens und zeigt dem Menschen durch Abliegen, Anstupsen mit der Nase etc. an, dass er ihn an dieser Stelle gefunden hat. Die Gegenstände werden also so drapiert, dass der Hund sie nicht apportieren kann.
  • Die Unterscheidung verschiedener Gegenstände sowie Suchen und Finden des richtigen.
  • Hier erhält der Hund die Möglichkeit Gegenstände mit einem Namen zu verknüpfen und darf diese dann auch bringen ( apportieren)
  • Die Suche nach einem bestimmten Geruchsstoff, wie beispielsweise Tee, Nüsse, etc.
  • Der Hund wird auf einen Geruchsstoff konditioniert, den er unter vielen verschiedenen herausriecht.

Wie bewahre ich Suchgegenstände richtig auf?

  • Damit die Suchgegenstände ihren Geruch beibehalten und nicht durch andere Gerüche verfremdet werden, ist es wichtig, diese separat aufzubewahren. Das heißt, Wäscheklammern aus Plastik werden in Plastikboxen aufbewahrt, Holzstücke in Holzboxen usw.
  • Für alle Suchgegenstände gilt, dass sie für den Hund außerhalb der Trainingseinheiten nicht zugänglich sein dürfen. Das bedeutet auch, dass Apportel oder Spielzeuge, die einmal für die Sucharbeit in Verwendung gekommen sind und weiterhin eingesetzt werden sollen, ebenfalls nicht für den Hund zugänglich sein dürfen.


Auf was muss ich achten, bevor ich mit dem Training beginne?

  • Es ist immens wichtig, dass vor dem eigentlichen Trainingsbeginn ein ausreichender Zeitrahmen geschaffen wird, der ein erfolgreiches Übungsprogramm möglich macht. Es reicht nicht, sich 15 Minuten Zeit zu nehmen. Das Training sollte ohne jeglichen Stress ablaufen und sich nach der momentanen Leistungsfähigkeit des Hundes richten, die von Tag zu Tag auch mal schwanken kann.
  • Es ist wichtig, die Übung positiv zu beenden.
  • Es sollte für eine ruhige Trainingsatmosphäre gesorgt werden. Das bedeutet, Telefone werden stumm gestellt, der Fernseher ausgeschaltet, Besuch sollte nicht erwartet werden, Kinder sollten ebenfalls um Ruhe gebeten werden, etc.
  • Außerdem sollte der Hund auf der Toilette gewesen sein.


Wie zeigt mir der Hund an, dass er den Suchgegenstand gefunden hat?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie der Hund anzeigt, dass er etwas gefunden hat:
Verbellen:

  • Der Hund steht vor der Stelle, an der der Suchgegenstand versteckt ist und bellt. Innerhalb des Hauses nicht so gern gesehen.
Rückverweiser:
  • Der Hund läuft zwischen Gegenstand und Mensch hin und her, um Menschen zum Folgen zu bewegen und ihm die betreffende Stelle anzeigen zu können
Absitzen, Abliegen:
  • Der Hund sitzt oder liegt vor der betreffenden Stelle.
Anstarren:
  • Der Hund starrt auf die betreffende Stelle.
Anstupsen:
  • Der Hund berührt die betreffende Stelle mit der Nase.
Kratzen:
  • Der Hund scharrt an der betreffenden Stelle. Im Haus nicht unbedingt empfehlenswert, da die Krallen – vor allem größerer Hunde – Schäden anrichten können.
Bringsler:
  • Der Hund trägt einen Gegenstand (Apportel) um den Hals, den er in den Mund nimmt, sobald er den Suchgegenstand gefunden hat und läuft zurück zu seinem Menschen. Somit weiß der Mensch ganz sicher, dass der Hund tatsächlich fündig geworden ist und nicht nur um Hilfe bittet. Diese Verweismethode benötigt jedoch eingehendere Übung.

Die jeweilige Anzeigemethode hängt zum einen von der Aufgabenstellung ab, denn ein Rückverweiser oder Bringsler macht auf kurze Distanz keinen Sinn, zum anderen aber auch davon, was der Hund einem anbietet. Man kann einem Hund vieles beibringen, aber lieber arbeitet man mit der Natur des Hundes. Ist der Hund also eher ein „Anstupser“, sollte man dies einem Anstarren vorziehen usw.

Die Arbeit mit dem Klicker – Vorteile, Nachteile, Besonderheiten

Um dem Hund verständlich zu machen, was wir von ihm möchten, gibt es außer dem Lob mit der Stimme die Möglichkeit, einen Klicker zu verwenden.

  • Der Vorteil ist, dass ein Klicker schneller „klickt“, als ein Lobwort gesprochen werden kann. Außerdem klingt er immer gleich und ist somit stimmungsgleich.
  • Der Nachteil besteht darin, dass der Klicker für das Training immer gebraucht wird. Anfangs kann die Handhabung ein wenig schwer sein.

Es gibt verschiedene Arten von Klickern.
Finger-Klicker:

  • An dem Klicker ist ein Gummiband befestigt, das über einen Finger gestreift werden kann. So verrutscht der Klicker nicht in der Hand und ist einfach zu bedienen.
Target-Klicker:
  • An dem Klicker ist ein ausziehbarer Teleskop-Stab befestigt, an dessen Ende eine kleine Kugel befestigt ist.
  • Diese Art Klicker ist geeignet, den Hund auf Entfernung zu trainieren und zu positionieren, wenn er einmal gelernt hat, der kleinen Kugel am Ende des Stabes zu folgen.
Weitere Klicker:
Es gibt Klicker auch in weiteren Variationen, beispielweise zum Umhängen um den Hals oder um das Handgelenkt.


Einführung in die Arbeit mit dem Klicker

Nun muss der Hund erst einmal lernen, was das Klicken mit dem Klicker bedeutet, nämlich, dass das Verhalten, das er zeigt, richtig ist.


Es gibt verschiedene Vorgehensweisen, um den Hund auf den Klicker zu konditionieren.

Im Falle dieses Seminars starten wir schon fortgeschrittener und vereinen die Konditionierung des Klickers mit der ersten Übung, der Einführung eines Geruchs-/Suchgegenstandes.


Wie signalisiere ich dem Hund den Beginn einer Trainingseinheit?

Gleichbleibende Rituale vermitteln dem Hund den Beginn einer Übungseinheit.
Es kann ihm beispielsweise ein bestimmtes Geschirr oder Halsband angezogen werden.
Für unseren Aufbau der Übung ist es das Absitzen in einiger Entfernung zum Hundeführer.


Wie verknüpfe ich für den Hund einen Geruchs-/Suchgegenstand?

  • Bei Suchgegenständen, die der Hund apportieren darf
  • Bei Suchgegenständen, die der Hund nicht apportieren darf (auch Geruchsstoffe), sondern angezeigt werden sollen


Wie kann und sollte ich die Schwierigkeitsgrade variieren?

  • Bei Suchgegenständen, die der Hund apportieren darf
  • Bei Suchgegenständen, die der Hund nicht apportieren darf (auch Geruchsstoffe), sondern angezeigt werden sollen


Wie lange sollte eine Trainingseinheit dauern?

  • Das muss individuell festgestellt werden.
  • Je nach Konzentration des Hundes kann eine Trainingseinheit mal länger oder auch mal kürzer dauern. Der Hund darf nicht überfordert werden.
  • Jede Trainingseinheit ist positiv und mit einem Erfolg für den Hund zu beenden.
  • Je nach Tageslaune kann ein Hund auch einmal schlechtere Leistung zeigen. Dann lieber kürzer üben oder das Training auf einen anderen Tag verschieben, um die Freude an der Arbeit nicht zu gefährden.


Auf was muss ich nach dem Training achten?

  • Ganz wichtig ist nach dem Training eine Spieleinheit mit dem Hund.
  • Auch wenn er freudig trainiert, ist das Training dennoch Arbeit und braucht einen Ausgleich!
  • Also - viel Kuscheln, Schmusen und Balgen.


Mögliche auftretende Probleme beim Training und deren Lösung

  • Der Hund sucht den gewünschten Gegenstand nicht oder bringt den falschen
  • Der Gegenstand wurde nicht ausreichend verknüpft.
  • bitte Nochmals eingehender verknüpfen

So nun viel Spaß beim Umsetzen

Diana und Annika